Die Midas-Strategie passend zu deinem Handelsstil wählen

Derselbe Indikator arbeitet für Scalper und Investoren unterschiedlich. Mit einer unpassenden Strategie wirken Signale entweder wie endloses Rauschen oder kommen selten und zu spät.

Mit einer unpassenden Strategie

Dem Scalper fehlen Signale, der Investor geht im Rauschen unter und der untere Indikator bleibt stumm, wenn die Voreinstellungen von Up und Down voneinander abweichen.

Mit deiner passenden Strategie

Das Signaltempo passt zu deinem Zeitrahmen, der Einstiegsablauf ist klar und Up und Down arbeiten synchron.

Die Strategie-Voreinstellung passt Häufigkeit und Geschwindigkeit der Signale an deinen Stil an: „Scalping“ liefert viele schnelle Signale, „Intraday“ ist voreingestellt und für den Handel innerhalb eines Tages gedacht, „Swing“ liefert seltenere, klarere Signale, „Investieren“ seltene langfristige Signale. Du findest sie unter „Strategie und Signalanzahl“ in den Indikatoreinstellungen.

Wähle nach dem Zeitrahmen, in dem du tatsächlich Einstiege suchst: 1-5 Minuten für Scalping, 15 Minuten für Intraday, 4 Stunden für Swing und ab 1 Tag zum Investieren. Die wichtigste Regel und häufigste Ursache für einen stummen Down: Änderst du die Strategie im oberen Up, stelle dieselbe im unteren Down ein. Sonst verschwinden einige Signale.

Videoanleitungen zum Thema

Aktualisiert: · Midas-Team

Warum die Strategie wechseln?

Das ist eine der stärksten Funktionen von Midas. Sie löst zwei Probleme zugleich: Zu viele Signale überfordern dich, zu wenige lassen den Eindruck entstehen, der Markt biete keine Chancen.

Die Voreinstellung passt Häufigkeit und Geschwindigkeit der Signale an deinen Stil, dein Instrument und deinen Zeitrahmen an. Du musst nichts von Grund auf zusammenstellen, sondern wählst eine fertige Strategie aus der Einstellungsliste:

  • Scalping mit zwei Blitzen: der schnellste Handelsstil für jede kleine Bewegung. Sehr viele, schnelle Signale und viel Rauschen.
  • Scalping mit einem Blitz: die beste Variante fürs Scalping. Ebenfalls viele schnelle Signale, aber weniger Rauschen.
  • Intraday, standardmäßig eingestellt: eine vielseitige Strategie für aktiven Handel innerhalb eines Tages. Ausreichend Signale mit kleiner Verzögerung.
  • Swing für mittelfristigen Handel: wenige Signale, die langsamer erscheinen, mit deutlich weniger Rauschen.
  • Investieren für langfristigen Handel: seltene Signale, lange Trade-Laufzeiten und kaum Rauschen.
Einstellung „Strategie und Signalanzahl“ mit geöffneter Liste der Handelsstile
In derselben Liste stehen auch „Abprall am Kursniveau“ und „Ausbruch durch ein Kursniveau“. Sie bestimmen nicht das Handelstempo, sondern den Setup-Typ: Der Indikator lässt nur Signale bei Abprall beziehungsweise Ausbruch stehen. Deshalb bezeichnen wir das Gesamtpaket öffentlich als sieben Handelsstrategien: fünf Stil-Voreinstellungen und zwei Spezialmodi.

So wählst du deinen Stil

Dein Stil richtet sich nicht nach der gewünschten Rendite, sondern nach zwei einfachen Dingen: Wie viel Zeit verbringst du tatsächlich am Chart und in welchem Zeitrahmen suchst du Einstiege? Signale, auf die du nicht rechtzeitig reagieren kannst, stören nur.

  • Du sitzt die gesamte Handelssitzung am Bildschirm und suchst Einstiege auf 1-5 Minuten: Scalping. Viele Signale und viel Rauschen, dafür handelst du Bewegungen unmittelbar.
  • Du öffnest den Chart mehrmals am Tag und suchst Einstiege auf 15 Minuten: Intraday. Eine vielseitige Variante und ein guter Startpunkt.
  • Du prüfst den Chart ein paarmal täglich, suchst Einstiege auf 4 Stunden und hältst Trades mehrere Tage: Swing.
  • Du baust eine langfristige Position auf und suchst Einstiege im Tageschart: Investieren.
Du kannst die Voreinstellung jederzeit wechseln; es ist keine endgültige Entscheidung. Beginne am besten mit Intraday auf einem Zeitrahmen. Wenn der Ablauf vertraut ist, teste benachbarte Stile und vergleiche sie anhand historischer Daten.

Strategie für deinen Stil: Einstellungen und Ablauf

Jede Registerkarte erklärt den Stil, die Einstellungen für beide Indikatoren und den Ablauf zur Zusammenstellung eines Trades. Das Grundprinzip ist immer dasselbe: Trend, Zone, Bestätigung. Zeitrahmen und Tempo unterscheiden sich.

Die ersten vier Registerkarten beschreiben fünf Stil-Voreinstellungen: zwei Scalping-Varianten, Intraday, Swing und Investieren. Die letzten beiden sind die Spezialmodi „Abprall am Kursniveau“ und „Ausbruch durch ein Kursniveau“ aus derselben Liste „Strategie und Signalanzahl“. Eine Stil-Voreinstellung ändert das Signaltempo; ein Spezialmodus wird passend zum Setup-Typ am Kursniveau gewählt.

Ziele und Stop musst du nicht von Hand berechnen. Nach dem Signal markiert der Indikator den Trade selbst: drei Ziele mit Kurs und prozentualer Nettobewegung, Stop und Risiko-Ertrags-Verhältnis.

Trade-Markierung: drei Ziele mit Prozentangaben, Stop und Risiko-Ertrags-Verhältnis

Scalping bedeutet kurze Trades auf kleinen Zeitrahmen mit ständigem Marktrauschen. Ziel ist nicht ein großer Trend, sondern wiederholt kleine Bewegungen zu handeln. Steige daher nur dort ein, wo der Kurs einen Grund zur Reaktion hat.

Einstellungen: „Strategie und Signalanzahl“ auf „Scalping“ mit einem Blitz. Die Signale kommen so schnell wie bei zwei Blitzen, aber mit weniger Rauschen. Stelle „Filter für Signale gegen den Trend“ auf „Preiskanal“. Gegensignale werden automatisch ausgeblendet. Nutze dieselben Werte in Midas Down.

Bleibe auf einem kleinen Zeitrahmen, zum Beispiel 5 Minuten, bis du den Ablauf 20 Mal hintereinander umsetzen kannst.

Indikatoreinstellungen: Scalping ist unter „Strategie und Signalanzahl“ gewählt
  1. Trend

    Prüfe Farbe und Neigung des Preiskanals: Grün aufwärts bedeutet Käufe suchen, Rot abwärts Verkäufe suchen. Bei gelbem Seitwärtsmarkt überspringst du das Instrument, um unnötige Stop-Auslösungen zu vermeiden.

  2. Interessante Zone

    Die Kanalgrenzen zeigen, wo du Positionen eröffnest: im bullischen Trend an der unteren Grenze, im bärischen an der oberen. Trades aus der Mitte der Spanne lässt du aus.

  3. Bestätigung und Ausstieg

    Warte auf den Kerzenschluss und einen bestätigten Abprall: Mehrere Kerzen konnten die Grenze nicht durchbrechen, danach erschien ein Buy- oder Sell-Signal. Setze den Stop hinter die Zone oder Kanalgrenze. Schließe am ersten Ziel einen Teil der Position und ziehe den Stop auf Einstand. Hauptziel ist die nächste Kanalgrenze, ein Kursniveau oder eine Liquiditätszone.

  • Wenn du sicherer bist, nutze drei Zeitrahmen: 1 Stunde für Kontext und Trend, 15 Minuten für die interessante Zone, 5 Minuten für den Einstieg. Beachte Signale nur im kleinsten Zeitrahmen.
  • Stelle Alarme auf Kerzenschluss, sonst gibt es zu viele Meldungen: auf 5 Minuten für Buy und Sell, auf 15 Minuten für einen Abprall am Kursniveau.
  • Risiko je Trade 0,5-1%, Stop verpflichtend. Handle die ersten 20 Trades am besten mit minimaler Positionsgröße.
  • Setze den Stop nicht mitten in eine Liquiditätszone. Häufig wird diese Zone zusammen mit deinem Stop abgeholt.

Intraday handelt Bewegungen innerhalb eines Tages. Eine Position läuft von einigen Dutzend Minuten bis zu mehreren Stunden. Du musst nicht jede Kerze erwischen. Entscheidend ist, späte Einstiege und Einstiege mitten in eine bereits gelaufene Bewegung zu vermeiden.

Einstellungen: „Strategie und Signalanzahl“ auf „Intraday“. Die Signale erscheinen langsamer als beim Scalping, aber häufig genug für den Tageshandel. Stelle „Filter für Signale gegen den Trend“ auf „Preiskanal“ oder EMA-200. Nutze dieselben Werte in Midas Down.

Zum Einstieg genügt ein einzelner 15-Minuten-Zeitrahmen.

Indikatoreinstellungen: Intraday ist unter „Strategie und Signalanzahl“ gewählt
  1. Trend des Tages

    Prüfe Farbe und Neigung des Preiskanals: Aufwärts suchst du Käufe an der unteren Grenze, abwärts Verkäufe an der oberen. Bei gelbem Seitwärtsmarkt überspringst du das Instrument.

  2. Interessante Zone

    Warte, bis der Kurs die Kanalgrenze oder ein starkes Kursniveau erreicht und dort reagiert. Ein Einstieg im freien Raum, ohne Zone, ist kein Setup, auch wenn ein Signal erscheint.

  3. Bestätigung und Ausstieg

    Einstieg nach Kerzenschluss und bestätigtem Abprall, Stop hinter der Zone. Schließe am ersten Ziel einen Teil der Position und ziehe den Stop auf Einstand. Den Rest führst du bis zum nächsten Kursniveau oder zur nächsten Liquidität.

  • Fortgeschrittene Variante mit drei Zeitrahmen: 4 Stunden für Trend und Kontext, 1 Stunde für die interessante Zone, 15 Minuten für den Einstieg. Nutze 5 Minuten für präzisere Einstiege oder 30 Minuten, wenn du tagsüber beschäftigt bist.
  • Alarme: auf 15 Minuten Buy und Sell zum Kerzenschluss, auf 1 Stunde Abprall am Kursniveau.
  • Risiko je Trade 0,5-1%, Stop verpflichtend. Handle nicht gegen den Trend: Solche Trades bieten kurze Bewegungen und häufige Stop-Auslösungen.

Beim Swing-Trading jagst du nicht jeder Kerze hinterher, sondern handelst einen klaren Abschnitt der Trendbewegung über mehrere Tage. Entscheidend ist, Rauschen zu reduzieren, auf eine starke Zone im höheren Zeitrahmen zu warten und erst nach Bestätigung einzusteigen, nicht mitten im Impuls.

Einstellungen: „Strategie und Signalanzahl“ auf „Swing“. Die Signale kommen langsamer, dafür mit deutlich weniger Rauschen. Stelle „Filter für Signale gegen den Trend“ auf „Preiskanal“ oder EMA-200. Nutze dieselben Werte in Midas Down.

Zum Einstieg genügt ein einzelner 4-Stunden-Zeitrahmen.

Indikatoreinstellungen: Swing ist unter „Strategie und Signalanzahl“ gewählt
  1. Trend

    Prüfe die Richtung auf 4 Stunden: Ein grüner, aufwärts geneigter Kanal spricht für Käufe, ein roter, abwärts geneigter für Verkäufe. Seitwärtsphasen lässt du aus.

  2. Starke Zone

    Warte an einer Kanalgrenze oder einem horizontalen Kursniveau auf den Kurs, wo es zuvor bereits eine Reaktion gab. Je stärker die Zone, desto ruhiger der Trade. Beim Swing ist es besser, einen Einstieg auszulassen, als einen schwachen zu nehmen.

  3. Bestätigung und Positionsführung

    Einstieg nach Kerzenschluss und bestätigtem Abprall, Stop hinter der Zone. Schließe am ersten Ziel einen Teil der Position und führe den Rest bis zum nächsten starken Kursniveau.

  • Fortgeschrittene Variante mit drei Zeitrahmen: 1 Tag für den Trend, 4 Stunden für die interessante Zone, 1 Stunde für den Einstieg.
  • Alarme: auf 1 Stunde Buy und Sell zum Kerzenschluss, auf 4 Stunden Abprall am Kursniveau.
  • Mache aus einem Swing-Trade keinen Intraday-Trade. Wenn die Position nach einer Tageschart-Logik eröffnet wurde, sind einzelne Ausschläge im 15-Minuten-Chart kein Signal für sie.

Beim Investieren reagierst du nicht auf jeden kleinen Impuls. Du betrachtest den übergeordneten Trend und baust Positionen in starken Zonen nahe dem Markttief auf. Hauptziel ist, rechtzeitig zu einem guten Kurs eine Position aufzubauen.

Einstellungen: „Strategie und Signalanzahl“ auf „Investieren“. Seltene Signale, lange Trade-Laufzeiten und kaum Rauschen. Stelle „Filter für Signale gegen den Trend“ auf „Preiskanal“ oder EMA-200. Nutze dieselben Werte in Midas Down.

Zum Einstieg genügt ein einzelner Tageschart.

Indikatoreinstellungen: Investieren ist unter „Strategie und Signalanzahl“ gewählt
  1. Übergeordneter Trend

    Suche im Tageschart nach einem klaren Aufwärtstrend: einem grünen, aufwärts geneigten Preiskanal. Baue keine Position gegen die übergeordnete Bewegung auf.

  2. Aufbauzone

    Die untere Kanalgrenze und starke Kursniveaus sind Bereiche, an denen du eine Position schrittweise statt mit einem einzigen Kauf aufbaust. Das ist der wesentliche Unterschied dieses Stils.

  3. Bestätigung und Aufstockung

    Warte, bis mehrere Kerzen die Zone nicht durchbrechen können, und ergänze den Rest bei einem Buy-Signal. Orientierungsziele und Stop markiert der Indikator selbst im Chart.

  • Fortgeschrittene Variante mit drei Zeitrahmen: 1 Woche für den übergeordneten Trend, 1 Tag für die interessante Zone, 4 Stunden für den Einstieg.
  • Alarme: auf 4 Stunden Buy und Sell zum Kerzenschluss, auf 1 Tag Abprall am Kursniveau.
  • Seltene Signale sind in diesem Stil normal. Im Tageschart können es ein oder zwei pro Monat sein.

Ein Abprall entsteht, wenn der Kurs ein Niveau erreicht, es mit dem Docht durchsticht und zurückkehrt, ohne dass der Kerzenkörper dahinter schließt. Das Niveau hat gehalten, Käufer oder Verkäufer haben es verteidigt. Von dort lässt sich eine Bewegung in die Gegenrichtung handeln.

Für Abprallsignale wähle den Spezialmodus „Abprall am Kursniveau“ in der Liste „Strategie und Signalanzahl“. Ein aktivierter Trendfilter hilft, Abpraller gegen die Hauptbewegung zu vermeiden.

Starke Unterstützung: Der Kurs durchsticht die Zone mehrfach mit Dochten und bewegt sich anschließend aufwärts
  1. Kursniveau

    Arbeite nur mit Zonen, die Midas selbst eingezeichnet hat: starken horizontalen Niveaus und Grenzen des Preiskanals. Je mehr Berührungen eine Zone bereits standgehalten hat, desto verlässlicher ist sie.

  2. Reaktion

    Warte auf eine Berührung: Dochte durchstoßen das Niveau, aber der Kerzenkörper schließt nicht dahinter. Solange die Kerze offen ist, ist der Abprall noch nicht bestätigt, sondern nur eine Möglichkeit.

  3. Einstieg, Stop und Ziel

    Einstieg nach Kerzenschluss und Bestätigungssignal des unteren Indikators. Stop hinter das Niveau, Ziel an die nächste gegenüberliegende Zone oder Kanalgrenze.

  • Schließt der Kerzenkörper hinter dem Niveau, liegt kein Abprall mehr vor, sondern ein Ausbruch. Das Szenario ändert sich und der Einstieg entfällt.
  • Ein Abprall gegen den Trend ist die schwächste Variante. Beim zweiten Anlauf hält das Niveau möglicherweise nicht mehr.
  • Im Seitwärtsmarkt treten Durchstiche ständig auf. Deshalb ist es dort besonders wichtig, auf den Kerzenschluss zu warten.

Ein Ausbruch entsteht, wenn eine Kerze das Niveau durchstößt und ihr Körper dahinter schließt. Das Niveau hält den Kurs nicht mehr. Midas entfernt es aus dem Chart: Der Markt ist in eine neue Spanne gewechselt, die alte Zone ist kein Umkehrpunkt mehr.

Ein Ausbruch wird in Bewegungsrichtung gehandelt, nicht dagegen. Der ruhigste Einstieg besteht darin, der Ausbruchskerze nicht hinterherzulaufen, sondern auf die Rückkehr des Kurses und einen Test des Niveaus von der anderen Seite zu warten.

  1. Kerzenkörper schließt hinter dem Niveau

    Warte ausdrücklich auf den Schluss des Kerzenkörpers hinter der Zone. Ein einzelner Docht ist noch ein möglicher Abprall; für einen Ausbruchseinstieg ist es zu früh.

  2. Das Niveau verschwindet

    Midas entfernt die durchbrochene Zone aus dem Chart und bestätigt damit, dass sie abgearbeitet ist. Die nächsten Ziele werden anhand der neuen Situation aktualisiert.

  3. Einstieg beim Rücktest

    Warte auf die Rückkehr zum durchbrochenen Niveau: Ein früherer Widerstand dient nun als Unterstützung und umgekehrt. Stop hinter das Niveau, Ziel an die nächste Zone in Bewegungsrichtung.

  • Ein Ausbruch in Trendrichtung ist verlässlicher als einer dagegen. Gegen die Bewegung entsteht häufiger ein Fehlausbruch.
  • Ein Ausbruch bei schwachem Volumen ist oft falsch. Prüfe Volumen und Kapitalfluss im unteren Indikator.
  • Ein Rücktest muss nicht stattfinden. Läuft der Kurs ohne Rückkehr weiter, lässt du den Einstieg aus, statt dem Markt hinterherzulaufen.
Die Strategie bestimmt das Signaltempo, nicht ob du einen Trade eingehst. Du entscheidest weiterhin selbst. Ein Signal ist ein Anlass, den Chart zu öffnen und das Setup nach deinem Ablauf zu prüfen.

Grundregeln: Ohne sie funktioniert kein Stil

Der Stil ändert Tempo und Zeitrahmen, aber nicht die grundlegenden Einstiegsregeln. Diese fünf Punkte gelten vom Scalping bis zum Investieren. An ihnen scheitert das Ergebnis häufiger als an der gewählten Voreinstellung.

  • Kein Signal ohne Kursniveau handeln. Ein Signal im freien Raum ist unbrauchbar.
  • Nicht gegen den Trend handeln. Gegentrendhandel ist ein eigenes Thema für später.
  • Auf Kerzenschluss warten. Ein Einstieg bei einem blinkenden Signal macht den Handel chaotisch.
  • Bestätigung abwarten: Mehrere Kerzen konnten das Niveau nicht durchbrechen.
  • Risiko je Trade 0,5-1%, Stop verpflichtend, die ersten 20 Trades mit minimaler Positionsgröße.
✅ Kurze Checkliste vor dem Einstieg

Fünf Fragen, die vor dem Einstieg fünfmal mit Ja beantwortet werden müssen. Bei mindestens einem Nein lässt du den Trade aus. Am Markt kommt immer eine nächste Gelegenheit.

  • Zeigt der Preiskanal eine Richtung?
  • Hat der Kurs die Kanalgrenze oder ein starkes Niveau erreicht?
  • Zeigt das Signal in Richtung des übergeordneten Trends?
  • Ist die Kerze geschlossen?
  • Liegt der Stop hinter der Zone und nicht in der Liquidität?

So geht es richtig und falsch: Beispiele im Chart

Die Regeln sind für alle Stile gleich: von einer Zone aus und in Trendrichtung handeln. Die vier folgenden Bilder zeigen zwei korrekte Trades und zwei typische Fehler, durch die Signale scheinbar nicht funktionieren.

Ein klarer Aufwärtstrend ist sichtbar: Der grüne Preiskanal zeigt nach oben.

Warte, bis der Kurs die interessante Zone an der unteren Kanalgrenze erreicht. Nach bestätigtem Abprall und Signal eröffnest du einen Kauf und schließt die Position an der oberen Kanalgrenze.

Käufe an der unteren Grenze eines grünen Kanals: Einstieg nach Bestätigung

Ein klarer Abwärtstrend ist sichtbar: Der rote Preiskanal zeigt nach unten.

Warte, bis der Kurs die obere Kanalgrenze erreicht. Nach bestätigtem Abprall und Signal eröffnest du einen Verkauf und schließt die Position an der unteren Kanalgrenze.

Verkäufe an der oberen Grenze eines roten Kanals

Der Trend ist abwärts, der Kanal zeigt nach unten. Der Unterschied liegt nur darin, wo das Signal erscheint.

Signal mitten in der Spanne im Vergleich zum Signal an der Kanalgrenze
  • Schlecht: Sell erscheint mitten in der Spanne, weit von der oberen Kanalgrenze entfernt. Hier fehlt dem Kurs ein Bezugspunkt.
  • Gut: Sell erscheint an der oberen Kanalgrenze und zeigt in Trendrichtung.

Signale gegen den Trend liefern fast immer kurze Bewegungen, erhöhtes Risiko und häufige Stop-Auslösungen.

Gegensignal in einem abwärts gerichteten Kanal
  • Schlecht: Buy in einem roten Kanal bei Abwärtstrend.
  • Gut: Buy in einem grünen Kanal bei Aufwärtstrend.
Genau diese zwei Fälle entfernt der Filter für Signale gegen den Trend in Schritt 5.

Tageszeit und Handelssitzungen

Intraday-Handel hängt stark von Liquidität und Volatilität ab, die sich im Tagesverlauf ändern. Die Grundregeln sind einfach:

  • Eröffne 5-10 Minuten vor wichtigen Veröffentlichungen oder Nachrichten keine neue Position.
  • Warte nach einer Nachricht 2-5 Minuten oder bis sich die Kerze beruhigt hat und beginne erst dann mit der Analyse.
  • Wenn du dennoch Veröffentlichungen handelst: kleinere Positionsgröße, mehr Spielraum für Slippage und keine Stops in Liquiditätszonen.
🌐 Märkte mit Rund-um-die-Uhr-Handel (24/7)

Die liquidesten Zeitfenster: 10:00-13:00, wenn Europa aktiv wird; 16:00-20:00, wenn Europa und die USA gleichzeitig handeln und oft die stärkste Bewegung entsteht; 20:00-01:00, wenn die USA die Bewegung weitertragen.

Besonders starke Ausschläge lösen US-Konjunkturveröffentlichungen aus:

  • CPI und NFP erscheinen um 8:30 Uhr New Yorker Zeit, etwa 16:30 Uhr Moskauer Zeit im Winter und 15:30 Uhr im Sommer.
  • ISM PMI erscheint um 10:00 Uhr New Yorker Zeit, etwa 18:00 Uhr Moskauer Zeit im Winter und 17:00 Uhr im Sommer.
  • Der Fed-Entscheid erscheint um 14:00 Uhr New Yorker Zeit, die Pressekonferenz beginnt um 14:30 Uhr: etwa 22:00 und 22:30 Uhr Moskauer Zeit im Winter sowie 21:00 und 21:30 Uhr im Sommer.
  • Kurslücken wegen einer Marktschließung gibt es hier nicht. Nachts ist die Liquidität aber dünn, mit scharfen Docht-Ausschlägen, besonders zwischen 03:00 und 07:00 Uhr Moskauer Zeit.
  • Praktische Regel: 5-10 Minuten vor einer Veröffentlichung keine neuen Positionen eröffnen und in den ersten 1-3 Minuten danach Stops nicht verschieben. Dann herrschen Rauschen und Slippage.
📈 Russische Aktien (Moskauer Börse)

Der Handel gliedert sich in Morgen-, Haupt- und Abendsitzung:

  • Morgens: 06:50-09:50, einschließlich Eröffnungsauktion ab 06:50.
  • Haupthandel: 10:00-19:00.
  • Abendhandel: 19:05-23:50.
  • Unternehmensnachrichten zu Dividenden, Berichten, Vorstandssitzungen oder Sanktionen erscheinen häufig außerhalb der liquiden Tagesmitte. Morgens und abends sind Bewegungen deshalb unruhiger.
  • Wenn du eine Position über Nacht hältst, tue es bewusst: Verringere die Größe, setze den Stop außerhalb des abendlichen Hin und Her und rechne mit einer Kurslücke am Morgen.
📈 US-Aktien (NYSE und Nasdaq)

Der reguläre Handel läuft von 9:30 bis 16:00 Uhr New Yorker Zeit, dazu kommen erweiterte Handelszeiten. Wegen der US-Sommerzeit verschiebt sich das Zeitfenster in Moskauer Zeit.

  • Haupthandel: 17:30-00:00 Uhr Moskauer Zeit im Winter und 16:30-23:00 Uhr im Sommer.
  • Nachbörslicher Handel bis 20:00 Uhr New Yorker Zeit: bis 04:00 Uhr Moskauer Zeit im Winter und 03:00 Uhr im Sommer.
  • Veröffentlichungen um 8:30 Uhr New Yorker Zeit wie CPI und NFP kommen vor der Aktienmarkteröffnung. Das erklärt Kurslücken und Ausschläge zum Start.
  • ISM um 10:00 Uhr New Yorker Zeit fällt bereits in die aktive Handelsphase. Fed-Termine um 14:00 und 14:30 Uhr bringen meist den volatilsten Teil des Tages.
  • Unternehmensberichte erscheinen häufig nach Börsenschluss oder vor der Eröffnung. Eine Position auf gut Glück über Nacht zu halten ist daher eine Lotterie. Intraday-Positionen werden normalerweise vor Sitzungsende geschlossen.
💱 Forex (24/5)

Sitzungen in Moskauer Zeit:

  • Sydney: 00:00-09:00.
  • Tokio: 03:00-12:00.
  • London: 10:00-19:00. Rund um die Umstellung auf Sommerzeit kann sich das um eine Stunde verschieben.
  • New York: 16:00-01:00.
  • Das liquideste Zeitfenster ist die Überschneidung von London und New York, etwa 16:00-20:00 Uhr Moskauer Zeit.
  • Die wichtigsten Veröffentlichungen sind dieselben: 8:30 Uhr New Yorker Zeit für CPI und NFP, 10:00 Uhr für ISM, 14:00 und 14:30 Uhr für die Fed.
  • Von Montag bis Freitag läuft der Markt rund um die Uhr. Am Wochenende besteht aber Kurslückenrisiko. Auch unter der Woche ist die Liquidität nachts dünner: größere Spreads und mehr zufällige Ausschläge.
Die Midas-Logik lässt sich auf die in TradingView verfügbaren Märkte anwenden, deren Handelszeiten sich unterscheiden. Unten stehen besonders aktive Zeitfenster rund um sich überschneidende Sitzungen. Alle Zeiten sind Moskauer Zeit (UTC+03:00).

Voreinstellung wechseln

  1. Indikatoreinstellungen öffnen

    Das Zahnrad neben Midas Up im Chart.

    Indikatoreinstellungen: Registerkarte „Eingaben“ und grundlegende Parameter
  2. Strategie aus der Liste wählen

    Scalping, Intraday, Swing oder Investieren, passend zu deinem Tempo. Daneben steht der „Filter für Signale gegen den Trend“, den du gleich mit einstellst.

    Zwei markierte Einstellungen: Strategie und Filter für Signale gegen den Trend
  3. Dieselben Einstellungen in Midas Down übernehmen

    Oberer und unterer Indikator müssen dieselbe Voreinstellung verwenden. Sonst laufen ihre Signale auseinander.

Nach einem Strategiewechsel solltest du die Alarme in TradingView oder Telegram neu einstellen, da sich die Signalhäufigkeit geändert hat.

Wenn Down nach dem Strategiewechsel stumm bleibt

Das ist der häufigste Fall: Die Voreinstellung wurde nur in Up geändert. Öffne die Einstellungen von Down und wähle dieselbe Strategie. Dann erscheinen die Signale wieder.

Was Scalping oder Swing als Handelsstil bedeutet, wann welcher Stil passt und welche Risiken bestehen, erklärt die Wissensbasis. Hier geht es nur darum, die Voreinstellung im Produkt zu aktivieren.

Häufige Fragen

Was ist wichtiger: Kursniveau oder Signal?

Die Zone ist eindeutig wichtiger. Ein Signal ohne Zone führt oft zu einem Einstieg im freien Raum: Die Bewegung läuft schon, aber der Kurs hat genau dort keinen Grund zu reagieren.

Was tun, wenn der Kanal gelb ist und der Markt seitwärts läuft?

Gelb bedeutet, dass der Markt unruhig hin und her läuft. Anfänger sollten solche Instrumente auslassen, weil dort besonders viele Rauschsignale entstehen. Erfahrene handeln nur an den Grenzen und an starken Niveaus, nicht mitten in der Spanne.

Wie entferne ich Signale gegen den Trend?

Aktiviere „Filter für Signale gegen den Trend“ mit „Preiskanal“ oder EMA-200. Gegensignale erscheinen dann nicht mehr im Chart. Wie die Strategie wird der Filter in beiden Indikatoren eingestellt. Mehr dazu in Schritt 5.

Warum hat das Kursniveau nicht gehalten?

Jedes Niveau kann durchbrochen werden. Nutze starke Zonen, an denen der Kurs bereits mindestens zweimal reagiert hat, und warte auf Bestätigung: Mehrere Kerzen in Folge konnten die Zone nicht durchbrechen.

In welchem Zeitrahmen beachte ich Signale, wenn die Strategie höhere Zeitrahmen nutzt?

Beachte Signale nur dort, wo du den Einstieg suchst. Höhere Zeitrahmen liefern Trend und Zonen; ihre Signale ignorierst du.

Ein Signal steht im Kern für die aktuelle Welle, die sich je nach Zeitebene unterscheidet. Buy in einem und Sell in einem anderen Zeitrahmen ist daher normal und kein Fehler.

Wie prüfe ich die Strategie, ohne Geld zu riskieren?

Deaktiviere „Nur das letzte Signal anzeigen“. Dann erscheinen alle historischen Signale im Chart. Nach Kerzenschluss werden sie nicht nachträglich verändert. Die Historie zeigt, wo die Strategie funktioniert hat und wo nicht.

Die vollständige Statistik für deine Einstellungen liefert der automatische Tester in Schritt 6. Wenn du ein kostenpflichtiges TradingView-Abonnement hast, hilft auch der Marktsimulator: Setze den Chart zurück und eröffne virtuelle Trades, bis das Ergebnis stabil wird.

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