Es wirkt, als würde der Kurs gezielt deinen Stop auslösen und erst danach in deine Richtung laufen.
Der Stop liegt dort, wo alle ihn setzen
Eine Ansammlung von Stops ist ein besonders attraktives Marktziel – und der Kurs steuert darauf zu.
Den Stop mit Blick auf die Heatmap setzen
Du siehst, wo sich Stops sammeln und wohin der Markt laufen könnte, um Liquidität zu holen.
Die Heatmap zeigt, wo und in welchem Umfang Liquidität in Form von Stop-Orders liegt. Violette Balken unter dem Kurs sind Stops von Long-Positionen, Balken darüber Stops von Short-Positionen. Je heller der Balken, desto mehr Stops liegen dort und desto stärker zieht er den Kurs an.
Der Kurs strebt stets zu Zonen mit hoher Liquidität: Dort können große Marktteilnehmer leichter Positionen auf- oder abbauen. Deshalb bewegen sie den Kurs in diese Zonen, um die Stops schwächerer Trader auszulösen. Ist die Liquidität eingesammelt, dreht der Kurs häufig. Solche Zonen lassen sich für Positionsaufbau und Gewinnmitnahmen nutzen. Die wichtigste Regel: Setze deine eigenen Stops nicht mitten in eine Liquiditätskonzentration – sonst wirst du selbst zur Liquidität.
Aktualisiert: · Midas-Team
Darstellung der Heatmap im Chart
Die Heatmap zeigt, wo und in welchem Umfang sich Liquidität in Form von Stop-Orders ansammelt:
- Violette Balken unter dem Kurs: Stop-Orders von Marktteilnehmern mit Long-Positionen.
- Violette Balken über dem Kurs: Stop-Orders von Marktteilnehmern mit Short-Positionen.
- Leuchtend violette Balken: die größte Stop-Konzentration und ein starker Anziehungspunkt für den Kurs.
Das Beispiel zeigt, wo kleinere Marktteilnehmer ihre Stop-Loss-Orders platziert haben: hinter lokalen Tiefs. Die violetten Zonen unter dem aktuellen Kurs markieren die Stop-Loss-Ansammlungen eröffneter Long-Positionen.
Dorthin wird der Kurs beim nächsten Rückgang streben, um diese Stop-Loss-Orders auszulösen. Nach dem Erreichen solcher Zonen ist eine Umkehr nach oben wahrscheinlich. Das lässt sich für die Eröffnung einer Long-Position nutzen.
Das Beispiel zeigt, wo Marktteilnehmer mit Short-Positionen ihre Stop-Loss-Orders platziert haben: hinter lokalen Hochs, in den violetten Zonen über dem aktuellen Kurs.
Dorthin wird der Kurs beim nächsten Anstieg streben, um diese Stop-Loss-Orders auszulösen. Nach dem Erreichen solcher Zonen ist eine Umkehr nach unten wahrscheinlich. Das lässt sich für die Eröffnung einer Short-Position nutzen.
Die leuchtend violette Linie markiert die höchste Liquiditätskonzentration und zieht den Kurs besonders stark an.
Beim Erreichen einer solchen Linie ist eine Umkehr am wahrscheinlichsten.
Die Heatmap beim Trading einsetzen
Der Kurs strebt stets zu Zonen mit hoher Liquidität. Dort können große Marktteilnehmer leichter Positionen auf- oder abbauen. Deshalb bewegen sie den Kurs dorthin, um die Stops schwächerer Trader „einzusammeln“.
- Bestimme die nächstgelegenen Liquiditätskonzentrationen, um vorausschauend in ihre Richtung zu handeln.
- Hat der Kurs die gesamte Liquidität eingesammelt, dreht er. Nutze diese Zonen für Positionsaufbau und Gewinnmitnahmen.
- Bei großen Liquiditätsansammlungen ist ein Kaskadeneffekt möglich: Der Kurs beschleunigt, während er Stops auslöst, bis alle eingesammelt sind. Anschließend dreht er.
- Setze deine eigenen Stops nicht mitten in eine Liquiditätskonzentration – sonst wirst du selbst zur Liquidität.
Im Beispiel hat der Kurs die angesammelte Liquidität durchlaufen und einen ganzen neuen „Liquiditätspool“ aus Stops von Long-Positionen entstehen lassen. Dieser wird zu einem starken Anziehungspunkt für den Kurs.
Derselbe Chart einige Stunden später: Nach der Beschleunigung hat der Kurs gedreht und sich auf die darunter liegende Liquidität zubewegt.
Kombinierst du die Liquiditätsanalyse mit Kursniveaus, kannst du mit hoher Wahrscheinlichkeit bestimmen, wo der Kurs an einem Niveau abprallt und wohin er anschließend läuft.
Mit der Heatmap handeln: eine einfache Strategie
Wir kombinieren Signale mit der Liquiditäts-Heatmap für verborgene Stops: Sammelt der Kurs Liquidität unterhalb ein, warten wir auf ein Buy-Signal und eröffnen eine Long-Position. Sammelt er Liquidität oberhalb ein, warten wir auf ein Sell-Signal und eröffnen eine Short-Position.
- Je mehr Liquidität der Kurs eingesammelt hat, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Abpralls.
- Am besten funktioniert die Strategie in Trendrichtung sowie in Seitwärtsphasen auf höheren Zeitrahmen.
- Erfahrene Trader können früher einsteigen, ohne auf das Signal zu warten.
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